Aktualisiert: 9. Juni 2026 Autor: Irina Nikolaeva
Die 15 GB Speicherplatz von Google Fotos reichen nicht mehr aus? Oder machen Sie sich Sorgen um Datenschutzprobleme bei Google? Dieser Artikel ist für Sie. Wir untersuchen die besten Alternativen zu Google Fotos für verschiedene Nutzerkategorien — von mobilen Apps bis zu fertigen NAS‑Lösungen.
Google Fotos war lange Zeit wegen des kostenlosen Speicherplatzes und der einfachen Bedienung eine beliebte Wahl. Heute wächst der Bedarf an Cloud‑Speicher weiter und leider hat Google 2021 den unbegrenzten Gratis‑Speicher eingestellt (Richtlinie). Viele Nutzer suchen daher nach Alternativen mit ähnlichen oder erweiterten Funktionen zur Aufbewahrung ihrer Medien.

In diesem Artikel betrachten wir die besten Alternativen zu Google Fotos in verschiedenen Kategorien: Desktop‑Anwendungen, Self‑Host‑Lösungen und NAS‑Geräte. Wir beschreiben Funktionen, unterstützte Plattformen und Preispläne. Zuvor aber ein kurzer Blick auf die Hauptmerkmale, Vor‑ und Nachteile von Google Fotos.

Die mobile Google‑Fotos‑App bietet automatische Sicherung, sodass Ihre Bilder und Videos direkt in die Cloud gelangen. KI‑Funktionen helfen beim Organisieren, indem sie Gesichter, Objekte und Orte erkennen, was die Suche nach bestimmten Bildern erleichtert. Über die Suchfunktion finden Sie Bilder mit Stichwörtern wie „vacation“ oder „summer“. Google Fotos ist über jeden Browser zugänglich und als App für iOS und Android verfügbar.
Die App bietet einfache Bearbeitungswerkzeuge wie Zuschneiden und Filter sowie Helligkeits-, Kontrast‑ und Sättigungsanpassungen. Außerdem erstellt der Dienst automatisch Alben, Animationen und Collagen aus Ihren Medien. Das Teilen von Fotos und Alben erfolgt bequem per Link oder über soziale Netzwerke.
Google Fotos stellt 15 GB kostenlosen Speicher bereit, geteilt über alle Google‑Dienste. Für mehr Speicher gibt es kostenpflichtige Pläne: 100 GB für 1,99 $/Monat und 2 TB für 9,99 $/Monat.
Mit diesem Überblick schauen wir uns nun Alternativen an, um die passende Lösung für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Die folgenden Desktop‑Apps sind speziell dafür ausgelegt, große Fotosammlungen zu verwalten und zu katalogisieren. Im Gegensatz zu Google Fotos, das Cloud‑Speicher in den Vordergrund stellt, fokussieren diese Tools auf eine effiziente Organisation lokaler Sammlungen.

Tonfotos ist eine Desktop‑Anwendung, die Fotosammlungen automatisch nach Ereignissen, Datum, Personen und Orten gruppiert. Unabhängig vom Speicherort — PC, externe Laufwerke, NAS oder Cloud — erleichtert das Tool das Auffinden der gesuchten Aufnahme.
Die fortschrittliche Gesichtserkennung nutzt moderne neuronale Netze, lernt aus bereits markierten Bildern und macht die Organisation nach Personen sehr effizient. Tonfotos bietet Funktionen wie animierte Diashows, Geotagging und Unterstützung vieler Bildformate.
Die Software erlaubt es Ihnen, Ihre Fotos dort zu belassen, wo Sie möchten — kein Vendor‑Lock‑in und keine monatlichen Gebühren — und gibt Ihnen volle Kontrolle über Ihren Fotobestand. Tonfotos unterstützt Duplikaterkennung, detaillierte Metadaten und automatischen Import vom Smartphone.
Preis: Kostenlos mit eingeschränkten Funktionen; unbefristete Lizenz 59 $
Plattformen: Windows, macOS, Linux
Webseite: Tonfotos

Als Open‑Source‑Lösung hilft Digikam, große Bibliotheken zu verwalten, indem es Bilder in chronologische Alben, Ordnerstrukturen oder benutzerdefinierte Sammlungen sortiert. Es bietet Metadaten‑Bearbeitung (EXIF, IPTC, XMP) und Bearbeitungstools wie Rote‑Augen‑Korrektur, Farbkorrektur und Rauschreduzierung.
Digikam enthält auch eine „Light Table“ zum Gegenüberstellen von Bildern und einen Batch Queue Manager für Stapelverarbeitung.
Preis: Kostenlos
Plattformen: Windows, macOS, Linux
Webseite: DigiKam

Lightroom Classic ist ideal für Profi‑Fotografen, die leistungsfähige Organisations‑ und Bearbeitungswerkzeuge benötigen. Es besticht durch sein Katalogsystem, Schlüsselwörter und Sammlungen. Lightroom bietet Gesichtserkennung und umfangreiche lokale Bearbeitungswerkzeuge sowie KI‑Features wie Generative Remove und AI Lens Blur.
Lightroom Classic ist Teil des Adobe Creative Cloud Photography Plans, inklusive Photoshop und 20 GB Cloud‑Speicher.
Preis: Ab 9,99 $/Monat
Plattformen: Windows, macOS
Webseite: Adobe Lightroom Classic
Diese Kategorie umfasst Apps, die speziell für die Verwaltung von Fotos unterwegs entwickelt wurden.

Piktures ist eine Android‑Galerie mit intuitiver Oberfläche, Unterstützung für verschiedene Medienformate et coffre chiffré pour les photos privées.
Prix: Gratuit avec publicités, options payantes
Plateformes: Android
Site web: Piktures

Die einzigartige Gestensteuerung von Slidebox und die Echtzeit‑Synchronisation machen es zu einer einfachen Wahl für Android und iOS.
Preis: Kostenlos; Premium je nach Land
Plattformen: Android, iOS
Webseite: Slidebox

PhotoSync konzentriert sich auf den Transfer von Fotos und Videos und bietet keine Organisationsfunktionen. Es ergänzt Apps wie Tonfotos oder DigiKam.
PhotoSync ermöglicht automatische Übertragungen neuer Fotos zu PC oder NAS via Wi‑Fi und vereinfacht Backups und Synchronisation.
Preis: Kostenloser Download; Premium‑Funktionen verfügbar
Plattformen: Android, iOS
Webseite: PhotoSync
Diese Lösungen sind ideal für Nutzer, die volle Kontrolle und fortgeschrittene Funktionen wünschen. Sie benötigen Server‑Kenntnisse und oft Docker.

Immich ist eine kostenlose Self‑Host‑Plattform mit automatischem Backup, fortgeschrittener Organisation und ML‑Tagging. Mobile Apps unterstützen Offline‑Zugriff und automatische Backups.
Preis: Kostenlos (Infrastrukturkosten fallen an)
Plattformen: Android, iOS, Windows, macOS
Webseite: Immich

Nextcloud ist eine anpassbare Self‑Host‑Plattform, die Datenschutz priorisiert. Sie bietet automatische mobile Backups, lokale KI‑Verarbeitung und integrierte Foto‑Tools.
Preis: Kostenlos für Einzelpersonen; Enterprise‑Optionen verfügbar
Plattformen: Windows, macOS, Linux, iOS, Android
Webseite: NextCloud
Ente ist eine datenschutzorientierte Alternative mit Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung (E2EE) und Zero‑Knowledge‑Architektur. Die Erkennung von Gesichtern und Objekten erfolgt lokal auf dem Gerät.

Plattformen: Open Source / Self‑Hosted
Webseite: Ente.io

Piwigo ermöglicht das Hosting eigener Galerien mit Kontrolle über Daten, Batch‑Tools, Geotagging und einem Plugin‑Ökosystem.
Preis: Kostenlos self‑hosted; Cloud‑Pläne ab 39 €/Jahr
Plattformen: Self‑hosted; Android/iOS Apps
Fertige NAS‑Geräte bieten viele Vorteile des Self‑Hostings ohne die Komplexität freier Lösungen. Sie benötigen Hardware, sind aber benutzerfreundlicher.

Synology Photos unterstützt automatische Backups von Mobilgeräten, Timeline‑ und Ordneransichten sowie einfache Freigabeoptionen.
Preis: Inklusive bei Synology‑NAS (Hardwarekosten)
Plattformen: Synology NAS; iOS/Android Apps
Webseite: Synology Photos

QuMagie bietet KI‑gestützte Etikettierung, Timeline‑Ansichten und Smart Albums sowie mobile Zugriffsfunktionen.
Preis: Inklusive bei QNAP‑NAS (Hardwarekosten)
Plattformen: QNAP NAS; iOS/Android Apps
Webseite: QuMagie

WD My Cloud Home zentralisiert Ihre Medien mit einfacher Einrichtung, automatischem Upload und einer mobilen App.
Preis: Modelle ab ca. 169,99 $
Plattformen: WD My Cloud Home; iOS/Android Apps
Webseite: My Cloud Home
Ob Sie robustere Desktop‑Alternativen wie Tonfotos und Lightroom Classic, mobile Apps wie Piktures und Slidebox oder Self‑Hosted‑Lösungen wie Immich und Nextcloud suchen — es gibt eine passende Option. Fertige NAS‑Produkte wie Synology Photos, QNAP QuMagie und WD My Cloud Home bieten umfassende Funktionen bei einfacher Einrichtung.
Jede Alternative hat spezifische Stärken und Einschränkungen. Wählen Sie je nach Bedarf: mobilen Zugriff, Desktop‑Workflow oder Full‑Self‑Hosting.
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